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Landtagswahl Bayern: Agrarpolitische Inhalte der Freien Wähler
Den Erhalt einer flächendeckenden und bäuerlich strukturierten Landwirtschaft sowie die Steigerung der Wertschöpfung in der Region sind zentrale Punkte im Wahlprogramm der Freien Wähler.

Die Freien Wähler sprechen sich in ihrem Regierungsprogramm zu den Landtagswahlen in Bayern für eine eigentumsorientierte, gesunde Landwirtschaft aus. Sie sei die Grundvoraussetzung für einen lebenswerten ländlichen Raum. "Die Land- und Forstwirtschaft stellt nicht nur die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln sicher, sondern erfüllt außerdem unersetzbare wirtschaftliche, soziale und umweltbezogene Aufgaben", heißt es im Wahlprogramm.

Planungssicherheit für die Betriebe
Des Weiteren wollen sich die Freien Wähler für Planungssicherheit und somit eine gesicherte Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft einsetzen. Die Betriebe sind ihrer Ansicht nach die tragenden Säulen der regenerativen Energien. Auch wollen sie sich für ein gentechnisch anbaufreies Bayern einsetzen, da die Risiken weder ausreichend erforscht noch abschätzbar sind. Bis hin zum Tourismus biete die Landwirtschaft außerdem eine Vielzahl von Arbeitsplätzen.


Kernpunkte des Wahlprogramms

Den Erhalt einer flächendeckenden und bäuerlich strukturierten Landwirtschaft und die Stärkung der Familienbetriebe.
Eine Steigerung der Wertschöpfung in der Region durch den Absatz regionaler Qualitätsprodukte.
Eine Kooperation mit den Landwirten anstatt überbordende ordnungspolitische Vorgaben und ausufernde gesetzliche Regelungen im Umwelt- und Naturschutz.
Optimierte Vermarktungsstrukturen, um die Bauern innerhalb der Wertschöpfungskette zu stärken.
Die Stärkung der Marktposition der Bauern, zum Beispiel durch freiwillige Bündelung.
Flexibel einsetzbare Marktordnungselemente, um auf Marktverwerfungen schnell reagieren zu können.
Ein mittelfristig agrogentechnikfreies Bayern, Deutschland und Europa.
Keine Spekulationen mit landwirtschaftlichem Grund und Boden.
Bürokratieabbau auch in der land- und forstwirtschaftlichen Verwaltung.
Eine Anpassung der EU-Biopatentrichtlinie, um Patente auf Tiere und Pflanzen zu unterbinden.
Eine höhere regionale Flexibilität bei Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik. Eine Kappungsgrenze der Fördermittel wäre wünschenswert, um eine Industrialisierung wie im Osten der Republik zu vermeiden.
Praxisrelevante Kulturlandschafts- und Vertragsnaturschutzprogramme.
Die Förderung von benachteiligten Gebieten mit erschwerten Bewirtschaftungsbedingungen.
Die Stärkung der bäuerliche Alm-und Alpwirtschaft als Garant für die alpenländische Kulturlandschaft. Eine Rücknahme der Besteuerung von Biodiesel.
Keine weiteren Verschärfungen der Auflagen für Gülle- und Siloanlagen.
Die Bereitstellung von Forschungsmitteln für die heimische Eiweißversorgung.
Den Erhalt des § 13a Einkommenssteuergesetz zur Erhaltung der kleinbäuerlichen Strukturen.
Wieder eine umfassende landwirtschaftliche Beratung durch die Landwirtschaftsämter.
Die Schaffung weiterer Anreize in der Waldwirtschaft, um die Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und vor zerstörerischen Eingriffen zu schützen, in enger Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern, Jägern und Förstern vor Ort.
Den Erhalt der Pflichtmitgliedschaft für Eigentümer von Feldern und Wäldern in Jagdgenossenschaften.
Den Erhalt des Revierjagdsystems.
Die Beibehaltung des Jagdrechts als ein mit dem Grundeigentum untrennbar verbundenen Recht.
Eine Stärkung der neutralen Beratung der Privatwaldbesitzer durch die Bayerische Forstverwaltung.
Eine engere Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung und Staatsforsten.
Weiterhin eine Unterstützung und Förderung der Forstzusammenschlüsse als Selbsthilfeeinrichtungen der Waldbesitzer durch forstliche Beratung und Förderung.
Keine großflächigen Stilllegungen im öffentlichen Wald.


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